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Analysten-Rating
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| Analysten-Ratings:
Oft mit Wirkung auf den Aktienkurs |
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Rating heißt auf Deutsch Schätzung,
Einschätzung. Bei einem Analysten-Rating handelt es sich
darum, wie Aktienanalysten die zukünftige Kursentwicklung
einer Aktie beurteilen. Ausgangspunkte dieses Ratings sind entweder die
umfassende Analyse eines Aktienunternehmens oder eine kürzer
gefasste Einschätzung, ausgelöst durch
plötzlich eingetretene Umstände, welche den
Aktienkurs eines Unternehmens verändern dürften.
Analysten Ratings
Egal wie umfangreich eine Aktienanalyse ausfällt, immer
führt sie zu einer der folgenden Einstufungen:
unbedingte Kaufempfehlung (Strong Buy)
Kaufempfehlung (Buy)
halten (Hold)
verkaufen (Sell)
unbedingt verkaufen (Strong Sell)
Outperformer &
Underperformer
Weitere für den Anleger wichtige Fachtermini sind Accumulate
und Outperform. Hinter dem Ausdruck Accumulate verbirgt sich die
Empfehlung, kurzfristig eintretende Kursrückgänge
einer analysierten Aktie zum Zukauf zu nutzen. Der Begriff Outperform
oder Outperformer bringt die Ansicht des Analysten zum Ausdruck, dass
sich eine Aktie besser entwickeln wird als der Aktienindex, dem sie
zugehört. Der bekannteste deutsche Aktienindex ist der DAX, in
ihm sind die 30 größten deutschen Aktienunternehmen
enthalten. Der Kurs des DAX gibt die durchschnittliche Wertentwicklung
aller in diesem Index enthaltenen Unternehmen wieder. Ist ein Analyst
der Ansicht, die Aktie von VW werde in den kommenden Monaten
stärker steigen als der DAX, so gilt sie als Outperformer. In
der Regel wird für einen Outperformer eine Kaufempfehlung oder
gar eine unbedingte Kaufempfehlung ausgesprochen. Das Pendant zum
Outperformer ist der Underperformer. Erwartet ein Analyst, dass sich
die Aktie der Deutschen Bank in naher Zukunft schwächer
entwickeln wird als der DAX, wird diese Aktie als Underperformer
bezeichnet. Die entsprechende Empfehlung dürfte eher bei
halten oder verkaufen liegen.
Wirkung von
Analysten-Ratings
Das Analysten-Rating und die damit verbundenen Empfehlungen an die
Anleger werden vom Aktienanalysten umfassend begründet. Der
Analyst kennt die von ihm beurteilten Unternehmen in der Regel sehr
genau. Ein guter Analyst pflegt engen Kontakt zur
Unternehmensführung, aber er verarbeitet auch alle anderen ihm
zugänglichen Informationen, die sich auf den Kursverlauf einer
Aktie auswirken könnten - positiv oder negativ. Alle diese
Informationen werden in der Analyse schriftlich zusammengefasst.
Ergänzt werden sie durch ein Zahlenwerk, aus dem die momentane
finanzielle Situation des Unternehmens ebenso hervorgeht wie die
zukünftige Entwicklung von Gewinn und Umsatz. Aus diesen
Zahlen errechnet der Analyst einen fairen, angemessenen
Unternehmenswert, aus diesem wiederum lässt sich der
angemessene Aktienkurs errechnen. Dieser kann höher liegen als
der aktuelle Kurs, aber auch niedriger.
Wichtig ist das Analysten-Rating auch, wenn ein Unternehmen erstmals an
die Börse geht und Aktien zum Kauf anbietet (IPO, Initial
Public Offering). In seinem Rating erklärt der Analyst, ob
eine Investition in diese Aktie für Anleger attraktiv sein
könnte.
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