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Aktienoption / Aktienoptionen



Aktienoption  
Abfindung: In vielen Fällen Pflicht
 
Aktienoption / Aktienoptionen

Eine „Aktienoption“ ist das verbriefte Recht deren Besitzer, eine bestimmte Anzahl Aktien zu einem bestimmten Kurs zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen bzw. zu verkaufen. Dieses Recht wird durch das so genannte „Optionsschein“ (kurz als OS bekannt) verbrieft. Der Kauf bzw. der Verkauf der Aktie wird als „Ausübung“ des verbrieften Rechtes bezeichnet.

Die Option zum Kaufen wird als „Call“, die zum Verkaufen als „Put“ bezeichnet. Die „Optionsscheine“ – Calls und Puts - werden an der so genannten Terminbörse gehandelt, für Europa ist das die „EUREX“.

Die wichtigsten Parameter der Aktienoption sind:

• „Basiswert“ – die Aktie, für die eine „Aktienoption“ gekauft wurde

• „Strike“ – der Preis, zu dem gekauft bzw. verkauft werden kann

• „Fälligkeit“ – das verbriefte Datum, an dem die Ausübung erfolgen kann (bei der s. g. europäischen Option), bzw. der verbriefte Zeitraum für die Ausübung (bei der s. g. amerikanischen Option)

• „Hebel“ – durch den Hebel kann der Gewinn (leider auch der Verlust) bei der Ausübung erhöht werden

• „Bezugsverhältnis“ – die Anzahl Teile des Basiswertes, die bei der Ausübung der Option gekauft bzw. verkauft werden können

• „Ausübung“ – die Ausübung des Rechtes zu kaufen oder zu verkaufen, je nach dem ob eine europäische, eine amerikanische, eine s. g. automatische Ausübung verbrieft ist

Optionsscheine

Die „Optionsscheine“ sind besonders riskante Wertpapiere, die von erfahrenen Börsianern gehandelt werden. Mit den „Optionsscheinen“ kann sehr schnell sehr viel Geld verdient werden, wenn sie zum richtigen Preis und zum richtigen Zeitpunkt gekauft bzw. verkauft werden. Mit den „Optionsscheinen“ kann der unerfahrene Anleger aber auch sehr viel Geld verlieren, bis zum Totalverlust.

Der erfolgreiche Handel mit „Optionsscheinen“ setzt Kenntnis des Basiswertes und seiner Kursentwicklung voraus.

Grundsätzlich gilt, wer auf fallende Kurse des Basiswertes setzt, kauft Puts und umgekehrt, wer an steigende Kurse des Basiswertes glaubt, kauft Calls. Die Kurse der Optionsscheine steigen und fallen auch anhängig vom Kurs des Basiswertes. Steigt der Kurs des Basiswertes, steigt auch der Kurs des Calls, dagegen fällt der Kurs des Puts.

Um keine Verluste hinnehmen zu müssen, muss der Inhaber der „Optionsscheine“ regelmäßig die Kursentwicklung beobachten.

Ein weiterer Faktor, der sich auf die Kursentwicklung der Calls bzw. der Puts auswirkt, ist die Dividende des Basiswertes: auf die Calls hat sie eine positive, auf die Puts eine negative Wirkung.

Aktienoptionen als Zusatzgehalt

Aktienoptionen können dem Arbeitnehmer als zusätzlichen Lohn angeboten werden, indem sie in seinem Arbeitsvertrag verankert werden, wie auch im Tarifvertrag bzw. in einer Betriebsvereinbarung. In den großen US - Unternehmen hat dieses schon eine lange Tradition. Diese Praxis ist inzwischen in einigen DAX Unternehmen übernommen worden und es ist zu erwarten, dass sie von weitern Aktiengesellschaften eingeführt wird.

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