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Aktienanleihe



Aktienanleihe  
Aktienanleihe: Ein besonderes Spekulationsobjekt
 
Aktienanleihe

Als Anleihe bezeichnet man ein festverzinsliches Wertpapier, für das ein fester Zins vereinbart wird. Am Ende der Laufzeit wird das Papier dann zum Nominalbetrag zuzüglich der Zinsen zurückgezahlt.

Eine Aktienanleihe (auch Reverse Convertible Bond bezeichnet) hingegen ist ein Zertifikat, bei dem der Emittent am Ende der Laufzeit das Recht hat, entweder den Nominalbetrag zurückzuzahlen oder aber eine festgelegte Anzahl an Aktien zu liefern.
Die Lieferung in Aktien wird in der Regel erfolgen, wenn der Wert des Aktienpaketes geringer ist als der Nominalbetrag der Anleihe.

Bei der Aktienanleihe kauft der Kunde ein Wertpapier zu einem bestimmten Wert, den Basiswert. Während der Laufzeit erhält der Kunde einen festen Zins, der in der Regel über dem aktuellen Zinsniveau liegt.

Aktienanleihe - ein Beispiel

Die Aktienanleihe ist Zertifikat, bei dem der Kunde der Bank den Anlagebetrag zur Verfügung stellt. Hierfür erhält er die oben beschriebenen Zinsen. Gleichzeitig gibt er der Bank eine Verkaufsoption für die Aktien. Die Prämie, die er hierfür erhält, ist eine Optionsprämie und berechnet sich nach der Differenz zwischen dem marktüblichen Zins und dem Zins der Aktienanleihe.
Als Beispiel kauf ein Kunde eine Aktienanleihe zu 1000 EUR, der Basiswert ist der Kurs der Deutschen Telekom. Als Verzinsung erhält der Kunde einen Betrag von 14% p.a., der auf jeden Fall verdient ist. Die Vereinbarung der Aktienanleihe: Entweder wird bei Fälligkeit der Nominalbetrag zurückgezahlt, oder aber es werden 75 Aktien der Deutschen Telekom geliefert. Die Lieferung der Aktien wird jedoch nur erfolgen, wenn deren Wert geringer ist als der Nominalbetrag. Die Rechnung hierzu: 1000 EUR / 75 Aktien = 13,33 EUR. Liegt der Kurs der Telekom-Aktien also unter 13,33, erfolgt die Rückzahlung in Aktien. Diese werden dann in das Wertpapierdepot des Kunden eingebucht. Nun hat er die Möglichkeit, die Aktien zu verkaufen oder diese weiter zu halten.

Die Aktienanleihe als Spekulationsobjekt

Die Aktienanleihe ist daher ein Spekulationsobjekt, denn der Anleger spekuliert auf steigende Kurse. Bei fallenden Kursen würden Verluste eintreten, denn der Wert des gelieferten Aktienpaketes liegt unter dem Nominalwert. Dieses Risiko wird mit einem über dem Marktniveau liegenden Zins bezahlt. Die Gewinnchancen sind bei der Aktienanleihe jedoch begrenzt. Auch bei steigenden Kursen erhält der Kunde lediglich die Zinsen auf die Aktienanleihe. Daher sollte der Kauf einer Aktienanleihe erfolgen, wenn nur moderat steigende Kurse oder aber eine Seitwärtsbewegung erwartet werden. Die Aktienanleihe ist steuerlich eine Finanzinnovation. Gewinne aus diesen Produkten sind unabhängig der geltenden Spekulationsfrist voll einkommenssteuerpflichtig.

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