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Aktie: Zwischen Angst und Gier
 
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Aktien – Ein Begriff, den fast jeder kennt! Aktionäre – Schimpfwort und häufig beneidete Personengruppen! Was steckt eigentlich dahinter? Was sind Aktien?

Unternehmen brauchen für ihre Gründung und Weiterentwicklung viel Geld. Sie müssen forschen und entwickeln, haben Personalkosten und müssen Werbung betreiben. Je nach Branche und Größe sind das mehrstellige Millionenbeträge. Um dieses Kapital zu beschaffen, gibt es mehrere Wege.

Da sind zum Beispiel die Banken, häufig sehr zögerlich, risikoscheu und bei jungen Unternehmen mit fehlenden Sicherheiten wenig geneigt, hohe Kredite zu vergeben. Nachteile einer Kreditaufnahme sind außerdem Zinsen, die der Kreditnehmer bezahlen muss. Eine Alternative dazu ist die Herausgabe von Aktien. Der Verkaufserlös der Aktien kommt dem Unternehmen in voller Höhe zugute und gibt diesem die finanziellen Mittel zur Finanzierung von Forschung und Entwicklung, Produktionsanlagen und Beschaffung von Rohstoffen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Aktien. Die Wichtigsten sind:

1. Stammaktien: Sie sind die Urform der Aktien. Inhaber von Stammaktien können an der Hauptversammlung teilnehmen, ihr Stimmrecht ausüben, Auskünfte einholen und Beschlüssen anfechten. Sie haben Anteil am Bilanzgewinn
2. Vorzugsaktien geben ihren Inhabern Vorrechte bei der Gewinnverwendung, häufig in Form einer höheren Dividende. Dafür verzichten Aktionäre auf ihr Stimmrecht.
3. Inhaberaktien können ohne großen Aufwand an der Börse gekauft und verkauft werden und so den Besitzer wechseln.
4. Namensaktien sind schwerer zu veräußern. Die Besitzer sind im Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen und müssen bei Verkauf gelöscht werden. Die neuen Besitzer müssen eingetragen werden, erst dann sind sie Besitzer mit vollen Rechten.

Woraus bestehen nun die Erträge von Aktien und wie werden diese steuerlich behandelt?

Ist ein Unternehmen erfolgreich am Markt, sind die Aktien an der Börse begehrt. Der Kurswert der Aktie steigt. Bei Verkauf fallen Kursgewinne an. Diese müssen, wenn sie innerhalb eines Jahres erzielt wurden, voll versteuert werden. Bei Verkauf nach einem Jahr sind sie zurzeit noch steuerfrei.

Aktionäre profitieren weiterhin von der Dividende, der Gewinnausschüttung der Unternehmen an die Gesellschafter. Die Besteuerung erfolgt in mehreren Schritten. Von der Bruttodividende werden schon auf Unternehmensebene 25% Körperschaftssteuer abge-zogen. Dies ist dann die Bardividende. Die Depotbank führt 20% Quellensteuer an das Finanzamt ab. Es landet also 60% der Bruttodividende als Nettodividende beim Aktionär. Die Nettodividende unterliegt zur Hälfte der Einkommensteuerpflicht. Deshalb wird dieses Verfahren auch Halbeinkünfteverfahren genannt.

Aktien bieten schon Kleinanlegern die Möglichkeit, Unternehmensanteile zu erwerben. Aktionäre beteiligen sich so an den Chancen und Risiken des Unternehmens.

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