Der Begriff Margin taucht immer dann auf, wenn es um den Kauf oder Leerverkauf von Wertpapieren auf Kredit geht. Die so genannte Margin ist dabei eine Sicherheitshinterlegung, die der Börsianer auf dem Konto seines Brokers zur Verfügung stellen muss. Der Anteil, den die Margin am Gesamtwert der Transaktion ausmacht, variert zwischen den verschiedenen Märkten. Während bei Aktien Margins zwischen 10 und 50 Prozent üblich sind, werden etwa bei Währungen oft nur ein bis fünf Prozent Margin verlangt.
Durch die Ausnutzung der Margin, kann der Investor sein Investitionskapital hebeln. Bei einer Margin von zehn Prozent kann der Investor also die 10-fache Menge dessen kaufen, was ihm sein Handelskapital bei volle Barbezahlung ermöglichen würde - man spricht hier auch von einer 1:10 Margin. Dementsprechend verstärkt ist dann auch die Schwankung des Handelkapitals. Bei voller Ausnutzung einer Zehn-Prozent-Margin und einer Schwankung des Wertpapiers um fünf Prozent würde das Handelskonto um 50 Prozent schwanken.