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Effektivverzinsung



Effektivverzinsung  
Effektivverzinsung: Was wirklich zählt
 
Effektivverzinsung

Für die Wahl einer Anlage ist in erster Linie der Ertrag ausschlaggebend, den diese Anlage abwirft. Um dies zu ermitteln, wird die Effektivverzinsung herangezogen. Unter der Effektivverzinsung versteht man den Ertrag, den eine Anlage abzüglich der Kosten erwirtschaftet. Man nennt das auch Rendite.

Bei festverzinslichen Wertpapieren erhalten Kunden einen festen Zinssatz, das Wertpapier weist eine feste Laufzeit auf.
Die Effektivverzinsung berechnet sich hierbei in erster Linie nach der Höhe des Nominalzinses, also dem Zins, der vom Emittenten angegeben wurde. Aber auch der Kurswert für Kauf und Verkauf sind ausschlaggebend.

Die Emission des Papiers erfolgt zu 100%, ebenso wie die Rückzahlung. Während der Laufzeit können jedoch Kursschwankungen erfolgen. Wird die Anleihe also unter 100% (unter pari) gekauft, erhöht dies die Effektivverzinsung, im Gegensatz hierzu reduziert ein Kauf über 100% die Rendite.

Als Beispiel sei ein festverzinsliches Wertpapier mit einem Nominalbetrag von 100 Euro genannt, das eine Restlaufzeit von zwei Jahren und einen Zins von 3% p.a. aufweist. Wird dieses Papier zu 90 Euro gekauft, werden die ersparten 10 Euro durch die Restlaufzeit geteilt. Pro Jahr wurde also eine zusätzliche Rendite von 5 Euro, also 5% erzielt. Die Effektivverzinsung erhöhte sich von 3% auf 8%.

Bei Aktien berechnet sich die Effektivverzinsung ebenfalls nach Kauf- und Verkaufskurs. Zwar gibt es keine feste Verzinsung, doch die jährlich auf der Hauptversammlung festgestellte Dividende wird ebenfalls an die Anleger ausgezahlt.

Ein Beispiel: Wurde eine Aktie zu 40 Euro gekauft und erfolgte der Verkauf zu 50 Euro bereits nach 6 Monaten, konnte ein Ertrag von 10 Euro erwirtschaftet werden. Wurde dann noch eine Dividende von 5 Euro gezahlt, erhöht sich der Ertrag auf 15 Euro für ein halbes Jahr. Die Rendite beträgt in diesem Fall 37,5%.
Neben den oben genannten Gegebenheiten sind aber auch die Kosten für den Kauf oder den Verkauf der Anlage einzurechnen. Je höher die zuzahlenden Provisionen, desto geringer die Effektivverzinsung, denn diese werden vom Ertrag abgezogen. Ebenso können jährlich anfallende Depotgebühren, die bis zu 20 Euro pro Jahr betragen können, die Rendite reduzieren.

Fazit: die wirkliche Rendite kann nur ermittelt werden, wenn alle Kosten und Gebühren sowie der Kauf- und Verkaufskurs eingerechnet sind.

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