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Doppelwährungsanleihen
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| Doppelwaehrungsanleihen:
Doppelte Chance, doppeltes Risiko |
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Die Doppelwährungsanleihe is eine besondere Form der
Wertpapiergattung Anleihe, also eines festverzinslichen Wertpapiers.
Bei festverzinslichen Wertpapieren erfolgen jährlich fest
vereinbarte Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des
Nominalbetrages am Ende der Laufzeit. Fest verzinsliche Wertpapiere
sind daher eine beliebte Anlageform für eher
sicherheitsbewusste Anleger. Die Höhe der Zinsen, die
für das Wertpapier gezahlt werden, richten sich nach dem
aktuellen Zinsniveau sowie nach der Bonität des Emittenten,
denn bei einer Insolvenz werden Anleihen in der Regel nachrangig
bedient. Je besser die Bonität eingeschätzt wird,
desto geringer ist das Ausfallrisiko, desto geringer sind aber auch die
Zinsen. Wird die Bonität hingegen als niedrig eingestuft,
müssen die Emittenten höhere Zinsen an die Anleger
zahlen, man nennt dies "Risikoaufschlag".
Fest verzinsliche Wertpapiere können in jeder beliebigen
Währung aufgelegt werden, so zum Beispiel in Euro, aber auch
in US-Dollar oder südafrikanischen Rand. Bei der Anlage in
Währungsanleihen geht der Kunde also zwei verschiedene Risiken
ein. Dies ist zum einen das Emittentenrisiko und zum anderen das
Währungsrisiko.
Sonderform
Doppelwährungsanleihe
Die Doppelwährungsanleihe ist eine Sonderform in diesem
Bereich. Hier erfolgt die Zinszahlung in einer anderen Währung
als die Rückzahlung des Nominalbetrages, sie weist also zwei
verschiedene Währungen auf. Auf dem Markt sind zum Beispiel
Anleihen in der Kombination Euro und US-Dollar im Angebot. Der Anleger
kauft hier eine Anleihe, deren Nennwert und Rückzahlung in
US-Dollar notiert, die Zinszahlung erfolgt dagegen in Euro.
Doppeltes
Währungsrisiko
Aufgrund der unterschiedlichen Währungen müssen
Anleger, wie oben beschrieben, beim Kauf des Papiers auf das
Währungsrisiko bedenken. Sinkt der Kurs des US-Dollar zum
Euro, können Verluste auftreten, da der umgerechnete
Nominalwert niedriger ist als beim Kauf. Auf der anderen Seite
können zusätzliche Erträge erwirtschaftet
werden, wenn der Kurs des Dollar steigt. Dieses Währungsrisiko
wird bei der Höhe der Zinszahlung natürlich
berücksichtigt. Auch hier gilt: je risikoreicher die
Währung, desto höher die Zinsen.
Sie sind daher in der Regel höher als bei einer direkten
Anlage in Euro. Doppelwährungsanleihen können auch
mit einem Wahlrecht aufgelegt werden. Hier hat dann entweder der Kunde
oder der Emittent das Recht zu wählen, in welcher
Währung die Rückzahlung erfolgen soll.
Weiter können Doppelwährungsanleihen zur Begrenzung
des Währungsrisikos auch mit Optionen ausgestattet werden.
Eine Call-Option berechtigt den Emittenten der Anleihe, diese vorzeitig
zurückzuzahlen, in der Regel liegt der
Rückzahlungsbetrag dann unter dem Nominalwert. Eine Put-Option
berechtigt hingegen den Anleger, die vorzeitige Rückzahlung
der Anleihe zu einem vorher festgelegten Wert zu verlangen. Auch dieser
Wert liegt dann in der Regel unter dem Nominalwert. Solch ein Recht
wird angewandt, wenn zum Beispiel weitere Währungsverluste
erwartet und diese somit begrenzt werden sollen.
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