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Diversifikation



Diversifikation  
Diversifikation: Sicherheit durch Streuung
 
Nach der Bereinigung der Aktienmärkte am Ende der 90er Jahre brach für viele kleine und private Investoren die Aktienwelt sprichwörtlich zusammen. Den schnellen und hohen Renditeerwartungen folgte großer Katzenjammer und ein Rückzug der privaten Anleger aus dem Aktiengeschäft. Dabei kann auch der Kleinanleger bei der richtigen Strategie von dem Geschäft mit Aktien profitieren und tatsächlich sehr hohe Renditen erwirtschaften, wie es ihm sonst keine andere Anlageform erlaubt.

Allerdings ist dazu eine gute Beratung und eigenes Engagement nötig. Bevor man sein Geld in Aktien anlegt sollte klar sein, dass es sich hier um eine langfristige Anlage handelt. Noch wichtiger als dieser Grundsatz ist allerdings, dass ein Aktiendepot aus einem möglichst weit gestreuten Portfolio besteht. Das Schlüsselwort heißt Diversifikation.

Die meisten Depots sind unterdiversifiziert

Was ist darunter zu verstehen? Viele Depots erweisen sich bei näherer Analyse wahllos zusammengewürfelt und stets unterdiversifiziert. Untersuchungen der Ruhr-Universität-Bochum haben gezeigt, dass 43 Prozent der deutschen Depots aus nur einer bis vier verschiedenen Aktien aufgebaut sind. Und selbst zusätzlich erworbene Fondsanteile orientieren sich zumeist zu eng an den übrigen Wertpapieren. Von Vielfalt oder Diversifikation also keine Spur.

Eine Konzentration auf einzelnen Aktienpapiere, Märkte oder Branchen stellt ein unnötiges Risiko dar. Eine alte Börsenweisheit besagt zu Recht, dass "Nicht alle Eier in einen Korb" gehören und auch wissenschaftlich ist es erwiesen, dass nur eine weit gefächerte Auswahl von Aktien ein günstiges Chance-Risiko-Verhältnis aufweist. Brechen die Kurse im Bereich der Neweconomy wie geschehen ein, können andere Papiere die Verluste dämpfen oder gänzlich ausgleichen.

Diversifikation: Korrelation vermeiden

Man sollte also tunlichst darauf achten, dass die verschiedenen Werte in einem Depot nicht zu stark miteinander korrelieren. Je sensibler ein Depot auf Kursschwankungen reagiert, desto schwieriger ist es eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften.

Diversifikation nicht übertreiben 

Allerdings sollte man die Diversifikation, also die Streuung, seiner Werte nicht übertreiben, denn auch wer sich häufig mit dem Thema Aktien auseinandersetzt wird bei deutlich mehr als 10 verschiedenen Papieren schnell den Überblick verlieren. Fehlentwicklungen der einzelnen Werte, werden so eventuell zu spät erkannt und schmälern so die erzielte Rendite.

Neben der Auswahl der Aktien aus verschiedenen Branchen hat sich auch die internationale Streuung bewährt. Auf allzu exotische Werte, wie etwa Goldminen in Südafrika, sollte man dann aber dennoch verzichten.

Diversifikation bedeutet schließlich also nichts anderes, als sein Aktiendepot auf Papiere aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen und von unterschiedlichen Unternehmen zu gründen und nicht zu einseitig in momentan boomende Wirtschaftszweige zu investieren. Sollte das Kapital nicht ausreichen, um mehrere Werte in sein Depot aufzunehmen, bieten Aktienfonds eine gute Alternative, da diese von Natur aus über ein diversifiziertes Portfolio verfügen, um Verluste weitgehend vermeiden zu können.

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