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Deflation
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| Deflation:
Unterversorgung der Volkswirtschaft mit Geld |
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Deflation
Im Falle einer Unterversorgung der Volkswirtschaft mit Geld kann es zu
einer Deflation kommen, was bedeutet, dass die umlaufende
Zahlungsmittelmenge zu gering ist, um den allgemeinen, anhaltenden
Rückgang des Preisniveaus mittels der notwendigen Geldmenge
aufzuhalten.. Das komplette Angebot von Gütern und
Dienstleistungen übersteigt die kaufkräftige oder
tatsächliche Nachfrage. Die zu geringe Nachfrage nach
Gütern und Dienstleistungen führt dann zu einem
Ansteigen der Lagerhaltung als auch zu sinkenden Preisen und Gewinnen,
was wiederum zu einem Nachlassen der Arbeitsnahfrage führen
kann. Folge ist letztlich ein Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Folgen der Deflation
Andererseits steigt zugleich die Kaufkraft der Konsumenten, sie
erhalten für ihr Geld mehr preiswertere Waren, was im Prinzip
dann wieder allen zugute kommt. Schließlich könnte
so die Nachfrage wieder steigen, Lagerbestände abgebaut werden
und so zu einer Erhöhung der Arbeitsnachfrage führen.
Andererseits ist es in dieser Situation durchaus möglich, dass
die potentiellen Käufer vorsichtig werden, weil sie zum
Beispiel mit Arbeitslosigkeit rechnen und von einem zukünftig
reduzierten Einkommen ausgehen, weswegen sie eher eine finanzielle
Rücklage bilden, also das Geld nicht für den Konsum
nutzen und ausgeben (Konsumstreik). Aber auch die Unternehmen halten
sich in diesen Zeiten mit ihren Investitionen zurück und
kaufen nur das Notwendigste (Investitionszurückhaltung) oder
beginnen sogar mit Rationalisierungen, die weitere
Arbeitskräfte freisetzen und so die Angst der Konsumenten noch
zusätzlich schüren. Dies kann daher leicht zu einem
weiteren Rückgang der Nachfrage bis hin zur
Nachfrage-Lücke führen.
Deflationsspirale
Wird nicht rechtzeitig interveniert, kann sich diese Entwicklung
selbständig machen und in eine Deflationsspirale
hineinführen. Eine solche Entwicklung war ursächlich
für die große Weltwirtschaftskrise 1930.
Wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen können von der
Zentralbank in Gang gesetzt werden, Zinssenkungen werden eingesetzt mit
dem Ziel die Geldnachfrage zu steigern Eine weitere finanzpolitische
Gegenmaßnahme ist die Offenmarktpolitik, bei der die
Zentralbank Anlageformen, die sich am Markt befinden, wie zum Beispiel
Kreditforderungen von Geschäftsbanken, aufkaufen. Der Staat
kann eingreifen mit Beschäftigungs- und Bauprogrammen, was
allerdings zu einer höheren Staatsverschuldung führen
kann, wenn dazu Fremdkapital aufgenommen muss. Im Außenhandel
wirkt die Deflation im Übrigen Ausfuhr steigernd und Einfuhr
hemmend
Auch in anderen volkswirtschaftlichen Bereichen wird der Begriff
Deflation verwendet. Bei allgemein sinkenden Löhnen spricht
man von Lohndeflation. Fallen die Preise für
Vermögenswerte wie Immobilien oder auch Aktien handelt es sich
um Vermögensdeflation. Das Gegenteil der Deflation ist im
Übrigen die Inflation.
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