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| Dachfonds: investiert
in andere Investmentfonds |
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Ein Dachfonds ist ein Typ Investmentfonds, der in anderen einzelnen
Investmentfonds investiert, Unterfonds, bzw. Subfonds genannt. Dadurch
investiert der Anleger in Fonds der unterschiedlichsten Fondstypen:
Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds, Geldmarktfonds,
Wertpapierfonds. Hauptziel eines Dachfonds ist über ein
einziges Finanzprodukt eine starke Streuung zu realisieren, die
bekanntlich das Verlustrisiko minimiert. Die Entscheidung, in welche
Subfonds und zu welchen Teilen investiert wird, trifft allein das
Fondsmanagement. Wo er genau investiert ist, erfährt der
Anleger durch die Depotauszüge, die ihm
regelmäßig bei Veränderungen
(Umschichtungen) mitgeteilt werden.
Die Manager der Dachfonds müssen sich an die gesetzlichen
Regelungen halten, die für sie bei deren Einführung
geschaffen wurden. Diese sind vom §§ 25k ff des KAGG
(Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften) reglementiert und
geben vor, dass ein Dachfonds nur bis zu 20 % in jedem einzelnen
Unterfond investieren, bzw. nur bis zu 10 % an einem Unterfonds
beteiligt sein darf.
Die Kosten der Dachfonds
Der vielfältige Service des Managements lässt sich
die Fondsgesellschaft sehr gut bezahlen, die Verwaltungebühr
des Dachfonds ist in der Regel höher (ca. 1 % bis 1,50 %.),
als die der einzelnen Fonds. Ausgabeaufschläge sind bei den
Dachfonds ebenfalls üblich und ebenfalls etwas höher
(zwischen 3 % und über 6 %.), als bei den einzelnen Fonds.
Die Klassen der Dachfonds
Je nach dem, wie es um seine Chanceneinstellung, bzw.
Risikobereitschaft gestellt ist, kann der einzelne Anleger unter
verschiedenen Klassen Dachfonds wählen, d. h. unter Dachfonds
mit unterschiedlich hohen Aktienanteilen.
Die Dachfonds mit dem höchsten Anteil an Aktien sind
für Anleger geeignet, die an eine langfristige Investition
interessiert sind. Die entsprechende Klasse Dachfonds wird von den
Fondsanbietern mit Namen wie „Wachstum“,
„Chance“, bzw. „Dynamisch“
gekennzeichnet.
Die Dachfonds mit dem niedrigsten Anteil an Aktien sind dagegen
für Anleger konzipiert, die höchste Sicherheit und
geringstes Risiko anstreben. Für sie werden Dachfonds
angeboten, die Prädikate wie „Sicherheit“,
„Konservativ“, bzw. „Defensiv“
tragen.
Für die Anleger, die sich für keine der zwei Klassen
entscheiden können, bleibt die Klasse Dachfonds, die zur
goldenen Mitte gehören und auch so getauft werden, wie
"Flexibel" oder „Balance".
Selbstverständlich kann der Anleger jederzeit von einer Klasse
Dachfonds in eine andere „umschichten“, oder auch
gleichzeitig in allen Klassen Dachfonds investieren.
Steuerliche Aspekte der
Dachfonds
Steuerlich betrachtet, bieten die Dachfonds einen charmanten Vorteil
an: bei den Umschichtungen, die durch die Fondverwaltung andauernd
vorgenommen werden, bleiben die so erzielten Zwischengewinne von der
Spekulationssteuer verschont.
Warum in Dachfonds
investieren
Die Dachfonds sind eine gute Möglichkeit für
Einsteiger, erste Erfahrungen zu sammeln, in Fonds zu investieren. Wer
über sein Depot so streuen möchte, wie es ein
Dachfonds praktiziert, müsste sehr viele Positionen in seinem
Depot halten und verwalten. Dazu gehören jedoch viel Erfahrung
und Handelaktivitäten.
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