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Chartanalyse



Chartanalyse  
Chartanalyse: Dem Trend auf der Spur
 
Chartanalysen sind ein Geflecht aus verschiedenen Methoden zur Vorhersage künftiger Börsenkurse unter Berücksichtigung vergangener Entwicklungen. Vorrangiges Ziel ist die Bestimmung geeigneter Zeitpunkte zum Kauf bzw. Abstoß von Werten.

Chartanalyse vs. Fundamentalanalyse

Dabei werden – im Unterschied zur Fundamentalanalyse - Indikatoren aus der Volks- oder der Betriebwirtschaft nicht herangezogen. Vielmehr geht die Chartanalyse davon aus, dass alle relevanten Informationen über Geschichte und Zukunft sich bereits sichtbar in Kursentwicklungen, dem Chart, niedergeschlagen haben. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass sich wiederholende und genau beschreibbare Ereignisse ähnliche künftige Verläufe nach sich ziehen. Der Chart ist Diagramm, das über so genannte Kursbalken den Kursverlauf eines Titels während eines bestimmten Zeitraums wiedergibt. Gängig sind Balken- und Liniencharts. Liniencharts stellen lediglich die Schlusskurse von zeitlichen Intervallen, beispielsweise einzelnen Tagen, dar. Aus Balkencharts sind die höchsten und niedrigsten Kurse ablesbar.

Chartanalyse: Das Vorgehen

Im Rahmen der Chartanalyse wird zunächst der Trend ermittelt, dem die Aktie derzeit folgt. Ein Aufwärtstrend liegt vor, wenn in einer Balkengruppe sowohl Hoch und Tief eines Kursbalkens jeweils die Hoch- und Tiefwerte des vorangehenden Kursbalkens übertreffen. Im umgekehrten Fall herrscht ein Abwärtstrend vor. Schwankt innerhalb einer Balkengruppe der Kurs zwischen einem Hoch und einem Tief, befindet sich der Wert im Seitwärtstrend. Die Feststellung eines Trends kann über zwei Einstellungsmöglichkeiten erfolgen. Zum einen können Kursbalken derart eingestellt werden, dass sie die gesamten Bewegungen des Papiers, also Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusswert, über den Zeitraum einer Woche beinhalten. Zum anderen kann ein Chart auch lediglich die Schlusskurse der jeweiligen Tage abbilden, was hinsichtlich der Betrachtung des jeweiligen Charts die Bereinigung um die Tagesschwankungen zur Folge hat. Der Trendanalyse dienen die so genannten Trendlinien, die die lokalen Extremwerte eines Charts verbinden. Es kann sich dabei um Aufwärts- oder Abwärtstrendlinien handeln. Zwei möglichst parallel zueinander verlaufende Trendlinien bilden einen Trendkanal, der als breiter Trendkanal lange und als enger Trendkanal kürzere Zyklen und Schwankungen umfasst.

Einsteig und Ausstieg an den Trendbegrenzungen

Der Feststellung des Trends folgt die Ermittlung des besten Einstiegspunkts in den Handel. Zusätzlich wird unter Betrachtung der Ober- und Untergrenzen breiter Trendkanäle die Höhe des maximal hinnehmbaren Verlusts festgelegt, um so bei feststehenden Risiken nach Möglichkeit Gewinne zu erzielen. Ein guter Einstiegspunkt besteht beispielsweise, wenn ein Wert einem längerfristig stabilen Aufwärtstrend folgt, momentan jedoch einem kurzen Abwärtstrend unterliegt, der sich wiederum, so die Erwartung der Chartanalyse, rasch wieder umkehren dürfte. Als potenziell gute Ausstiegspunkte gelten Werte, die sich der oberen Grenze eines breiten Trendkanals nähern.

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