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Börsencrash



Börsencrash  
Börsencrash: Kurse im Sturzflug
 
Der Börsencrash ist einfach gesagt, ein immenser Wertverlust an der Börse gehandelter Aktien innerhalb kurzer Zeit. In deren Folge: Anleger ihr Vermögen verlieren und der Handel zum Erliegen kommt. Ein Börsencrash kann verschiedene Ursachen haben und unterschiedliche Auswirkungen. Eine Ursache sind äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Kriegsnachrichten, der Regierungswechsel, steigende Zinsen oder Wertanpassungen der Währungen. In vielen Fällen kommt es nach solchen Meldungen zu einem Sinken der Kurse, da die Anleger verunsichert sind und ihre Aktien noch schnell verkaufen wollen. Da das Angebot an verkäuflichen Aktien steigt, sinkt der Preis. Und je mehr der Preis sinkt, desto mehr verunsicherte Anleger versuchen zu verkaufen.

Börsencrash: Die Spirale der Kursverluste

Die Regel von Angebot und Nachfrage entwickelt ein Eigenleben und wird zu einer Spirale nach unten. Zusätzlich angeheizt wird diese Spirale von vielen Stop-Loss-Ordern (Verkauf, wenn ein bestimmter Tiefstwert erreicht ist), denn diese Aktien kommen zusätzlich auf den Markt. Der Crash hat noch einen zweiten Teilaspekt, die Börsenhändler (Broker) können der Masse an Verkäufen nicht Herr werden und sind komplett überfordert. Der Handel kommt daraufhin zum Erliegen, und niemand kauft oder verkauft noch Aktien. In den meisten Fällen fangen sich die Kurse aber vor dem Zusammenbruch des Verkaufs. In der heutigen Zeit, kann so ein Zusammenbruch des Handels immer noch stattfinden.

Börsencrash durch Spekulationsblase

Ein Börsencrash kann auch durch eine Spekulationsblase ausgelöst werden. Bei einer Spekulationsblase wird ein Unternehmen oder eine Marktsegment (Branche) als sehr gewinnträchtig angesehen. Alle versuchen noch einen Teil vom Gewinn zu erhalten, so entsteht eine Preissteigerung aufgrund hoher Nachfrage – die aber die tatsächlichen Werte nicht widerspiegeln. Spätestens, wenn die Bilanzen veröffentlicht werden und der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wird klar, dass der Wert nicht zu halten ist. Dann werden wieder viele Aktien versucht zu verkaufen und der Preis sinkt tiefer und tiefer (Angebot und Nachfrage).

Börsencrash: Der schwarze Freitag

Der größte bisher bekannte Börsencrash war am 24.10.1929 an der New Yorker Börse. Er ging als „Schwarzer Donnerstag“ und „Schwarzer Freitag“ in die Geschichte ein. An diesem Tag fielen die Kurse und die Anleger verloren ihr gesamtes Vermögen. Es kam zu Selbstmorden, das war der Beginn der Weltwirtschaftkrise. Der unterschiedliche Wochentag rührt von der Zeitverschiebung her, in den USA war es noch Donnerstag, aber in Europa schon Freitag.

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