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Blue Chip



Bluechip  
Bluechips: Die Giganten der Börse
 
Blue Chips

Der Begriff „Blue Chips“ kommt aus dem amerikanischen. Die ursprüngliche Bezeichnung entstammt jedoch der blauen Jetons (Chips) des Casinos im Monte Carlo, wo diese mit dem höchsten Wert ausgestattet waren. Der Begriff Blue Chip ist inzwischen weltweit verbreitet und hat sich als Bezeichnung für Aktien und Aktiengesellschaften eingebürgert. Nicht für alle und nicht für irgendwelche Aktien, sondern nur für die besten Aktiengesellschaften, respektive für die besten Aktien.

Es gibt auch viele Synonyme für den Begriff „Blue Chip“. Einer der gebräuchlichsten darunter ist zum Beispiel der Begriff „Standardwerte“.

Die „Blue Chips“ eines Landes notieren in den Leitindex des Landes. Um nur einige der bekanntesten Indizes zu erwähnen: DAX – Bundesrepublik, FTSE 100 – Großbritannien, CAC 40 – Frankreich, IBEX 35 – Spanien, ATX – Österreich, Dow Jones Index – USA, PTX – Polen, HTX – Ungarn.

Das zeichnet Bluechips aus

Ein „Blue Chip“ zu sein, ist zwar eine echt hohe Auszeichnung, aber es ist auch mit sehr vielen und sehr hohen Anforderungen an die Aktiengesellschaft verbunden, denen es dauerhaft zu genügen gilt. Zu den wichtigsten davon gehören:

• Hoher weltweiter Bekanntheitsgrad des Unternehmens
• Sehr hoher Börsenwert - Marktkapitalisierung - als Aktiengesellschaft
• Stabile Wertentwicklung des Streubesitzes und regelmäßig starker Umsatz der Aktie
• Konstanter Aktienhandel auf Xetra
• Dauerhaft hohes Interesse der institutionellen Investoren
• Gutes Rating der Rating Agenturen
• Eine bestimmte Gewichtung – in % - ist nicht zu unterschreiten

Eine Aktiengesellschaft des Hauptindex hat auch eine streng definierte Reihe Verpflichtungen dem Markt und den Aktionären gegenüber zu erfüllen. Dazu gehören unter anderem:

• Regelmäßige Berichterstattungen über Umsatz, Gewinne, Kosten, Schulden
• Regelmäßig (jährlich) durchzuführende Hauptversammlungen für die Aktionäre
• Transparenz der wichtigsten Entscheidungen über die Unternehmensstruktur und die Unternehmensstrategie

Die DAX Mitgliedschaft wird demnach nicht ein für alle Male erreicht, sie muss permanent von neuem verdient und verteidigt werden. Die Zusammensetzung des wichtigsten deutschen Aktienindex der 30 deutschen „Blue Chips“ – des DAX - wird vom so genannten "Arbeitskreis Aktienindizes" der Deutschen Börse regelmäßig, streng und systematisch geprüft und bei Bedarf angepasst. Hat ein Unternehmen, das nicht in dem DAX ist, die Bedingungen erfüllt, aufgenommen zu werden, kann es passieren, dass ein schon im DAX notiertes Unternehmen ausgeschlossen werden muss, damit der neue Kandidat an seine Stelle aufsteigen kann.

Die Aufnahmekriterien in den DAX selbst werden auch nach Bedarf angepasst.

Im Zusammenhang mit dem Begriff „Blue Chip“ können auch die „Blue Chip“ – Fonds (Index Fonds) erwähnt werden: Investmentfonds, die an erster Stelle in „Blue Chips“ investieren.

Auch wenn die „Blue Chip“ Titel wie alle anderen Aktien von der gesamten Wirtschaftslage und ihrer Turbulenzen abhängig sind, bieten sie den Anlegern viel mehr Sicherheit ihres Investments an.

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