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Black Scholes Modell



Black Scholes  
Black Scholes Modell: Preisbestimmung bei Optionen
 
Das Black-Scholes-Modell

In den frühen 1970er Jahren schafften Fischer Black, Myron Scholes und Robert Merton mit der Entwicklung des so genannten Black Scholes Modells einen entscheidenden Durchbruch bei der Preisbestimmung von Aktienoptionen. Das Modell hat einen großen Einfluss auf die Art und Weise, mit der Optionshändler die Preisbewertung und das Hedging von Optionen handhaben. Die Black-Scholes Formel war mit einer der Gründe für den Boom von Derivaten ab den 1980ern Jahren, da durch sie die Preisbildung wesentlich transparenter und einfacher wurde.

1997 wurde die Bedeutung des Modells gewürdigt, als Myron Scholes und Robert Merton der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen wurde.

Ausgangspunkt der Bewertung ist die Annahme einer risikoneutralen und arbitragefreien Bewertung von Optionen. Eine zentrale Eigenschaft der zugrunde liegenden Differentialgleichung ist die Annahme, dass keine der Eingangsvariablen durch die Risikopräferenz der Investoren beeinflusst werden kann. Folgende Parameter fließen in die Formel und somit in den mit dieser berechneten Optionspreis ein (am Beispiel einer Aktienoption)

- Der aktuelle Aktienkurs,
- die Restlaufzeit der Option,
- die Volatilität (Schwankungsbreite) des Aktienkurses bis zur Endfälligkeit der Option,
- der risikolose Zinssatz für die Optionsrestlaufzeit
- die erwartete Dividende auf den Basiswert.

Alle diese Eingangsparameter sind unabhängig von den Risikopräferenzen der Marktteilnehmer, so dass die Annahmen des Modells erfüllt werden.

Black-Scholes-Modell: Die Kernaussagen

Bezüglich der Wertveränderung einer Option in Abhängigkeit von einer Variation der Eingangsparameter können anhand einer Call-Option auf Aktien folgende Aussagen getroffen werden:

- Je höher der aktuelle Aktienkurs ceteris paribus liegt, desto mehr ist eine Kaufoption wert. Die Chance auf eine positive Auszahlung am Laufzeitende steigen in solch einem Fall an, was zu einer Wertsteigerung des Rechtes aus der Option führt.
- Je länger die Restlaufzeit einer Option ceteris paribus ist, desto mehr ist sie wert. Das Recht aus der Option liefert durch eine lange Laufzeit eine höhere Chance auf einen positive Auszahlung am Laufzeitende.
- Je höher die Volatilität des Aktienkurses ceteris paribus ist, desto mehr ist die Option wert. Da höhere Schwankungen des Basiswertes zu einer erhöhten Chance auf eine positive Auszahlung am Laufzeitende führen, steigt der Wert an.
- Je höher der risikolose Zins ceteris paribus ist, desto mehr ist die Kaufoption wert. Der Verkäufer der Option verzichtet durch das Halten des Basiswertes auf höhere Zinsen und verlangt deshalb zum Ausgleich eine höhere Optionsprämie
- Je höher die erwartete Dividende ceteris paribus ist, desto weniger ist eine Kaufoption wert, da am Tag der Dividendenausschüttung der Kurs um die Höhe der Dividende bereinigt wird.

Im Internet sind mittlerweile viele online-Rechner für Optionen, die nach Black-Scholes rechnen, verfügbar.

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