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Basiswert



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Basiswert

Als Basiswert wird der so genannte Vertragsgegenstand in der Finanzwirtschaft. Das kann zum Beispiel bei einem Termingeschäft der Fall sein. Termingeschäft heißt, dass die vereinbarte Leistung genau zu dem im Vertrag genannten Termin erfolgen muss, zum Beispiel bei einem verbindlichen Börsengeschäft. Bei börsengehandelten oder individuell vereinbarten Termingeschäften wird mit Waren oder Finanzierungstitel (Finanzierung eines Unternehmens durch einen Kapitelgeber) gehandelt. Das sind die Basiswerte für den Handel. Waren können dabei alle Güter des täglichen Bedarfs sein, wie zum Beispiel Lebensmittel. Schmuck oder Edelmetalle wie Gold und Platin können aber ebenso als Waren gehandelt werden. Bei Finanztermingeschäften handelt es sich meist um den Handel mit Devisen (Forderungen eines Unternehmens in einer Währung gegenüber einer anderen Firma in einer anderen Währung) oder Schuldverschreibungen. Das sind verzinste Wertpapiere, die als langfristige Kredite zum Einsatz kommen. Das können zum Beispiel Staatsanleihen sein, die kurz-, mittel- oder langfristig angelegt werden und von der öffentlichen Hand ausgegeben werden. Meist ist die Anlage jedoch langfristig. Auch Termingelder gehören zu den Finanztermingeschäften und bezeichnen Gelder, die fest für eine befristete Zeit angelegt werden. Dabei wird in Festgelder (Anlage des Geldes und nach Ablauf des Vertrages entweder Auszahlung des Guthabens oder Verlängerung des Vertrages) und Kündigungsgelder (es besteht ein fester Kündigungstermin, Verfügung über das Geld ist erst mit Ablauf der Kündigungsfrist möglich) unterschieden. Ein Handel mit Aktien ist ebenfalls sehr beliebt und verbreitet. Zudem gibt es noch den Handel mit Wetterderivaten. Das bedeutet, dass als Basiswert zum Beispiel die Temperatur oder die Niederschlagsmengen angenommen werden. Wetterderivate schließen meist Unternehmen mit einer Bank, die das Wetterrisiko vom Unternehmen übernimmt. Der Handel mit solchen Derivaten ist ein Mittel für das so genannte Risikomanagement und vor allem bei Unternehmen beliebt, die auf "gutes" Wetter angewiesen sind und durch Wetterunbilden mit Einbußen zu rechnen hätten.

Lieferung des Basiswert selten Zweck des Handels

Die Lieferung des Basiswertes ist nicht bei allen Termingeschäften der letztendliche Zweck des Handels. Bei den Forwards - also den unbedingt gehandelten Termingeschäften - werden beispielsweise etwa 90 Prozent der Verträge durch die physische Lieferung erfüllt. Der Basiswert wird also geliefert. Bei den Futuremärkten, den börsengehandelten Termingeschäften, sind es hingegen nur rund drei Prozent. Die Erfüllung der Verträge erfolgt hier durch eine Art Tausch, bei der ein Basiswert gegen den anderen getauscht wird. Es ist auch möglich, den Basiswert durch einen geldwerten Basiswert zu ersetzen. Es wird demnach ein Ausgleichsbetrag gezahlt, um den Vertrag ohne Lieferung des Basiswertes einzuhalten.

Die umsatzstärksten Basiswerte sind in Deutschland der US Dollar, der Dax und die Bundesanleihen.

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