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Basispreis beim
Optionsschein
Ein Optionsschein, auch Warrant genannt, ist ein Finanzinstrument, das
dem Inhaber des Scheines das Recht verbrieft, am Ende einer
festgelegten Laufzeit den Basiswert (in der Regel eine Aktie) zu einem
bestimmten Wert Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen.
Der Optionsschein ist daher ein sehr spekulatives Instrument, das nur
erfahrene Anleger nutzen sollten. Der Wert eines solchen
Optionsscheines richtet sich nach dem Aktienkurs des Basiswertes.
Das Verhältnis
zwischen Basispreis und Kurswert entscheidet über Gewinn oder
Verlust
Hat der Inhaber des Optionsscheines das Recht, die Aktie, also den
Basiswert, am Ende der Laufzeit zu kaufen, spricht man von einer
Call-Option. Der Besitzer des Optionsscheines möchte also eine
Aktie zu einem festgelegten Basispreis kaufen. Dies rechnet sich
natürlich nur, wenn dieser Basispreis am Ende der Laufzeit
niedriger ist als der aktuelle Börsenwert. Wird also ein
Optionsschein auf die Adidas-Aktie mit einem Basispreis von 40 Euro pro
Aktie aufgelegt, und liegt der Kurs dieser Aktie am Ende der Laufzeit
bei 44 Euro, erzielt der Anleger einen Gewinn. Sinkt die Aktie jedoch
auf 35 Euro, erfolgt keine Ausübung der Option, also die
Aktien werden nicht gekauft. Der Anleger verliert also den Kaufpreis
des Optionsscheines komplett, ein Totalverlust ist entstanden.
In der Regel erfolgt bei Optionsscheinen am Ende der Laufzeit kein Kauf
oder Verkauf von Aktien, sondern es wird ein Barausgleich gezahlt. Dies
ist der Fall, wenn die Aktie über dem Basispreis liegt, die
Differenz aus Basispreis und aktuellem Börsenkurs.
Die andere Art des Optionsscheines ist die Put-Option. Hier hat der
Anleger das Recht, eine Aktie zu einem vorher festgelegten Basispreis
zu verkaufen. Dies erfolgt jedoch nur, wenn die Aktie am Ende der
Laufzeit unter dem Basispreis liegt. Wird für die Adidas-Aktie
also ein Basispreis von wiederum 40 Euro festgelegt und sinkt die Aktie
auf 35 Euro, erzielt der Anleger diesmal Gewinn, denn er kann die Aktie
zum Kurs von 40 Euro verkaufen bzw. erhält einen
entsprechenden Barausgleich. Steigt die Aktie jedoch auf 45 Euro pro
Stück, kann die Option nicht ausgeführt werden, der
Anleger hat den Totalverlust des Optionspreises hinzunehmen.
Optionsscheine werden jedoch selten bis zum Ende der Laufzeit
gehandelt. Es sind Spekulationsinstrumente, die sich am Basispreis
orientieren. Steigt bei der oben angeführten Call-Option der
Preis der Adidas-Aktie über 40 Euro, gewinnt auch der
Optionsschein. Die Hebelwirkung solcher Scheine ist wesentlich
höher als bei reinen Aktienwerten, da der Kaufpreis deutlich
darunter liegt. Steigt der Basiswert der Call-Option also um 10%, kann
der Optionsschein um gut 50% steigen. Auf der anderen Seite sind
natürlich auch überproportionale Verluste
möglich.
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