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Aufgeld
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| Aufgeld - negative
Prämie |
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Der Begriff „Aufgeld“ ist im Bereich Geld und
Finanzen sehr häufig zu treffen. Er hat auch mehrere genau so
populäre und gebräuchliche Synonyme. Dazu
gehören die Begriffe „Agio“,
„Ausgabeaufschlag“,
„Provision“, (negative)
„Prämie“. Der gebräuchlichste
Synonym Agio kommt aus dem Italienschen und wird als Aufgeld
übersetzt.
Von Aufgeld bzw. Agio wird zum Beispiel beim Wertpapierkauf (Fonds,
Optionsscheine), bei der Baufinanzierung, aber auch bei Auktionen
gesprochen.
Je nach konkretem Finanzbereich wird jeweils mehr der eine oder der
andere der o. g. Synonyme benutzt. Beim Erwerb von Fondsanteilen zum
Beispiel wird von „Ausgabeaufschlag“,
während beim Kauf von Optionsscheine eher vom
„Agio“ gesprochen.
Bei der Kreditvergabe und bei der Vergabe von Bauspardarlehen ist
ebenfalls eher der Begriff „Agio“ im Umlauf.
Aufgeld
(Ausgabeaufschlag) und Wertpapierkauf
Beim Kauf von Wertpapieren – zum Beispiel Fonds –
ist unter Ausgabeaufschlag der Betrag zu verstehen, den der Anleger
beim Kauf von Fondsanteilen zusätzlich zum Nennwert der
Anteile zu bezahlen hat. Der Ausgabeaufschlag wird in Prozente
angegeben. Zum Beispiel müssen für einen Fondsanteil,
der nominal 100 € kostet, 105 € bezahlt werden, wenn
für diesen Fonds ein Ausgabeaufschlag von 5 % fällig
ist. Üblich sind bei Investmentfonds
Ausgabeaufschläge von ca. 3 % bis über 6 %. Die
Höhe des Ausgabeaufschlags kann von Händler zu
Händler unterschiedlich sein. Zunehmend bieten
Fondsverkäufer den Anlegern besondere Konditionen an, bei
denen sie nur einen Teil des üblichen Ausgabeaufschlags zu
entrichten haben. Es heißt, es werden Rabatte beim Fondskauf
gewährt.
Relativ neu auf dem Finanzmarkt und immer beleibter bei den Anlegern,
die in Fonds investieren möchten, sind die so genannten
Trading Fonds, die ganz ohne Ausgabeaufschlag zu haben sind. Diese
Produkte sprechen eher die Anleger an, die zwar auch in Fonds
investieren möchten, jedoch nicht so langfristig, wie es bei
Fonds üblich ist, sondern eher kurzfristig. Als Ausgleich
jedoch erhöhen die Fondsverkäufer für diese
Produkte andere Fondskosten, wie zum Beispiel die
Verwaltungsgebühr, oder sie verlangen sogar eine so genannte
Rücknahmegebühr.
Beim Kauf von Optionsscheinen ist das Agio etwas komplizierter zu
ermitteln.
Aufgeld (Agio) und Kredite
Bei der Kreditvergabe funktioniert das Agio wie folgt: einen Kredit mit
einem bestimmten Agio – auch in Prozent angegeben -
aufzunehmen, bedeutet, dass dieses Agio auf die gewünschte
Kreditsumme aufgeschlagen wird. Die zusätzliche Summe, die
sich durch das Agio ergibt, gilt es genau so wie die nominale Summe
zurück zu zahlen. Für diese Summe sind ebenfalls
Zinsen zu zahlen.
Beispiel: einen Kredit von 100000 € mit einem Agio von 5 %
aufzunehmen bedeutet, dass der Kreditnehmer nicht die
gewünschte Kreditsumme von 100000 €, sondern die
Summe von 105000 € ausgezahlt bekommt, die er dann auch
zurück zu zahlen hat.
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