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Arbitrage



Arbitrage  
Arbitrage: Handel zwischen zwei Märkten
 
Der Begriff Arbitrage steht für den Kauf und Verkauf von Handelsgütern bei gleichzeitiger Ausnutzung von Preisunterschieden der entsprechenden Güter. Bei den Gütern Aktien und Wertpapiere, Rohstoffe und Devisen oder auch Optionen können an verschiedenen Börsen Differenzen beim Preis, bei Kursen oder Zinsen auftreten. Ein Arbitrage-Geschäft nutzt diese Differenzen an unterschiedlichen Handelsplätzen aus. Wird also in der Theorie an einem Börsenplatz eine Aktie zu einem Preis gekauft und an einer anderen Börse zur gleichen Zeit die Aktie wieder verkauft, erzielt der Käufer daraus einen Arbitrage-Gewinn. Da die Kurse durch den elektronischen Handel und das Internet heute fast überall sofort weltweit verfügbar und dadurch sehr transparent sind, sind die Differenzen bei den Kursen und Preisen sehr gering, so dass zur Gewinnerzielung ein enormes Volumen eingesetzt werden müsste. In Deutschland können zum Beispiel an den Regionalbörsen im Vergleich zum Dax oder Frankfurter Präsenzbörse für die gleiche Aktie unterschiedliche Kurse existieren, so dass die Arbitrage ausgenutzt werden kann. In der Praxis wird ein groß angelegter Kauf und Verkauf von Aktien an den Regionalbörsen kaum möglich sein, da das Handelsvolumen an den Börsen in Berlin, Düsseldorf oder Stuttgart sehr gering ist und teilweise nur ein paar hundert Aktien am Tag ausmacht. Arbitrage-Geschäfte zeichnen sich in der Börsentheorie als völlig risikolose Börsengeschäfte aus. Durch die sofortige Abrechnung des Kaufs und Verkaufs erfolgt die Verrechnung theoretisch zu Null, also ohne Kosteneinsatz. Arbitrage-Geschäfte können auch bei Währungen durchgeführt werden. So ist es in der Theorie möglich, eine Währung, beispielsweise den US-Dollar in Asien zu kaufen und an einer Börse in Europa wieder zur verkaufen, sofern bei den gleichzeitigen Kursen eine Differenz besteht.

Arbitrage: Ein Beispiel aus der Praxis

Der Kurs der Stammaktien der Bayerischen Motorenwerke AG werden zum gleichen Zeitpunkt in München zu einem Kurs von 43,30 Euro und an der Frankfurter Börse zu 43,60 Euro gehandelt. Die Kursdifferenz beträgt also 0,30 Cent. Wird die Order von beispielsweise 1000 Aktien ausgeführt, hat der Käufer einen Gewinn von 300 Euro erzielt. Der Kaufpreis für 1000 Aktien beträgt in diesem Beispiel aber immerhin 43.300 Euro zuzüglich der Kaufspesen und Gebühren. Meist sind die Orderkosten so hoch, dass der Gewinn aus dem Arbitrage-Geschäfte diese Kosten nicht decken kann.

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