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Anleihen
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relativ sichere Anlageform |
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Im Begriff Anleihe ist das Wort leihen enthalten. Bei Anleihen geht es
darum, dass jemand, der Schuldner, sich bei jemand anderem, dem
Gläubiger, für eine bestimmte Zeit und zu einem
vereinbarten Zinssatz Geld leit.
Anleihen: Rentenpapiere
Anleihen, auch Rentenpapiere genannt, spielen für die
Finanzierung unterschiedlichster Vorhaben im Wirtschaftsleben eine
wichtige Rolle. Als Schuldner treten Staaten und Länder (z.B.
die deutschen Bundesländer) ebenso in Erscheinung wie
Industrieunternehmen. Es gibt Anleihen mit kurzen Laufzeiten ab etwa
einem Jahr bis hin zu so genannten Langläufern mit einer
Laufzeit von mehreren Jahrzehnten.
Anleihen als sichere
Anlageform?
Die meisten Anleihen können jederzeit an der Börse
an- und verkauft werden. Wer eine Anleihe mit einer Laufzeit von zehn
Jahren kauft, hat somit jederzeit Zugriff auf sein verliehenes Kapital.
Er verkauft die verliehene Summe an der Börse an andere
Investoren. Allerdings muss der Gläubiger während der
Laufzeit damit rechnen, dass der Kurs seiner gekauften Anleihe unter
den Ausgabepreis sinkt. Dies ist dann der Fall, wenn der Zinssatz der
Anleihe beim Verkauf unter dem Zinssatz aktuell ausgegebener Anleihen
liegt. Umgekehrt kann der Schuldner neben den Zinseinkünften
zusätzliche Gewinne erzielen, wenn er seine Anleihe in Zeiten
sinkender Zinsen verkauft. Sinkende Zinsen führen somit zu
steigenden Anleihekursen, steigende Zinssätze lassen Anleihen
unter den Ausgabekurs sinken. Wer seine Anleihen auf jeden Fall bis
Laufzeitende halten möchte, den müssen diese
Kursbewegungen nicht beunruhigen, da der Schuldner verpflichtet ist,
die Anleihe am Laufzeitende komplett zurückzuzahlen.
Anleihen gelten als sichere Anlageform mit
gleichmäßigen Erträgen. Doch auch bei
Anleihen gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Rendite und
Risiko. Sicherheitsbewusste Anleger müssen sich mit geringeren
Gewinnen zufrieden geben, als solche, die bereit sind, für
höhere Renditen auch höhere Risiken einzugehen.
Staatsanleihen
Staatsanleihen gelten als besonders sicher, deshalb liegen ihre
Renditen in der Regel niedriger als die von Unternehmensanleihen. In
den vergangenen Jahren mussten Käufer argentinischer
Staatsanleihen allerdings hohe Verluste hinnehmen: Argentinien war
quasi insolvent und konnte seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr
nachkommen. Wenn ein Schuldner extrem hohe Zinssätze anbietet,
muss der Investor generell mit hohen Risiken rechnen - bis hin zum
Totalverlust seines Kapitals.
Rentenfonds
Wer in Anleihen investieren möchte, ohne sich täglich
um das Kursgeschehen an den Börsen kümmern zu
müssen, sollte sich für Rentenfonds entscheiden.
Diese Fonds sammeln das Geld der Anleger und investieren es in
verschiedene Anleihen. Rentenfonds können das Kapital ihrer
Anleger sehr breit streuen und minimieren damit das Verlustrisiko.
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